Wahlstatistik

Das Hessische Statistische Landesamt wertet die Ergebnisse der Landtagswahlen nach den gesetzlichen Vorgaben und unter Wahrung des Wahlgeheimnisses aus. Man unterscheidet hierbei zwischen der allgemeinen und der repräsentativen Wahlstatistik.

Allgemeine Wahlstatistik

Bei der allgemeinen Wahlstatistik werde die endgültigen Ergebnisse, die von den Kreiswahlausschüssen bzw. durch den Landeswahlausschuss festgestellt worden sind, ausgewertet.

Repräsentative Wahlstatistik

Für die repräsentative Wahlstatistik werden Urnen- und Briefwahlbezirke nach einem mathematischen Verfahren ausgewählt. In den ausgewählten Wahlbezirken sind die amtlichen Stimmzettel mit einem Unterscheidungsaufdruck nach Geschlecht und Altersgruppe versehen. So können Daten über die Stimmabgabe der Wählerinnen und Wähler für die einzelnen Parteien nach Geschlecht und Altersgruppe ermittelt werden.

Bei der Durchführung der repräsentativen Wahlstatistik ist eine Verletzung des Wahlgeheimnisses ausgeschlossen, weil die ausgewählten Urnenwahlbezirke mindestens 400 Wahlberechtigte, die ausgewählten Briefwahlbezirke mindestens 400 Wähler aufweisen müssen. Danach ist die Zahl der zu jeder Altersgruppe gehörenden Personen so groß, dass daraus keinerlei Anhaltspunkte auf die Stimmabgabe einer Einzelperson gewonnen werden können.

Der Stimmzettel in den repräsentativ ausgewählten Wahlbezirken enthält lediglich eine Kennzeichnung nach Geschlecht und sechs Altersgruppen, also keine personenbezogenen Daten. Die Erhebung erfolgt anonym und ist ausschließlich für statistische Zwecke vorgesehen. Eine Zusammenführung von Wählerverzeichnis und gekennzeichneten Stimmzetteln ist nicht zulässig.

Bei der Auswertung der Daten dürfen die Ergebnisse zum Schutz des Wahlgeheimnisses nur auf Landesebene und nicht für einzelne Stichprobenwahlbezirke veröffentlicht werden.

Rechtsgrundlage:
§ 48 Landtagswahlgesetz
§ 72 Landeswahlordnung

Siehe auch: Stimmzettel

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