Wahlsystem

Der Hessische Landtag besteht aus 110 Abgeordneten, die nach den Grundsätzen einer personalisierten Verhältniswahl gewählt werden, das heißt 55 Abgeordnete werden im Wahlkreis und 55 Abgeordnete aus Landeslisten gewählt.

Auf diese Weise sollen die Vorteile der beiden Wahlsysteme – der Mehrheitswahl und der Verhältniswahl – kombiniert werden. Daher haben die Wählerinnen und Wähler zwei Stimmen, eine "Wahlkreisstimme" für die Wahl einer oder eines Wahlkreisabgeordneten und eine "Landesstimme" für die Wahl einer Landesliste.

Es besteht keine Verpflichtung, beide Stimmen abzugeben. Wird nur die Wahlkreisstimme oder nur die Landesstimme abgegeben, gilt die nicht abgegebene Stimme als ungültig. Die Verhältniswahl wird benutzt, um die Sitzzahl festzulegen, die auf die Parteien und Wählergruppen im Land insgesamt entfällt. Bei der Sitzverteilung werden nur Parteien und Wählergruppen berücksichtigt, die mindestens 5% der abgegebenen gültigen Landesstimmen erhalten haben.  Die Listen sind starr, die Wählerinnen und Wähler können die von den Parteien festgelegte Reihenfolge der Bewerberinnen und Bewerber nicht beeinflussen.

Die Berechnung der Mandatssitze erfolgt nach dem mathematischen Verfahren Hare/Niemeyer.

Rechtsregelungen:
§ 1 Abs. 1 Landtagswahlgesetz – LWG -
§ 6 LWG (Wahlsystem)
§ 8 LWG (Stimmen)
§ 10 LWG (Wahl nach Landeslisten)

Siehe auch Wahlkreisstimme, Landesstimme und Hare/Niemeyer

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