Stimmzettel

Als Stimmzettel bezeichnet man den amtlichen Vordruck, der für die Stimmabgabe der Wahlberechtigen benötigt wird. Bei der Landtagswahl hat jede Wählerin und jeder Wähler zwei Stimmen. Dementsprechend enthält der Stimmzettel zwei Spalten.

Wahlkreisstimme

Mit der Wahlkreisstimme wird eine Wahlkreisabgeordnete oder ein Wahlkreisabgeordneter mit einfacher Stimmenmehrheit direkt gewählt. Die Kennzeichnung der Wahlkreisstimme erfolgt in der linken Spalte des Stimmzettels. In dieser Spalte sind jeweils der Familienname, Rufname, Beruf oder Stand, Wohnort und Adresse der Bewerberinnen und Bewerber und der Ersatzbewerberinnen und Ersatzbewerber der zugelassenen Kreiswahlvorschläge sowie bei Kreiswahlvorschlägen von Parteien außerdem der Name der Partei und, wenn sie eine Kurzbezeichnung verwendet, auch diese angegeben.

Landesstimme

In der rechten Spalte des Stimmzettels wird die Landesstimme abgegeben. Hier sind die für die Landtagswahl zugelassenen Landeslisten mit ihrer Kurzbezeichnung, dem Namen der Partei oder Wählergruppe, sowie den Ruf- und Familiennamen der ersten fünf Bewerberinnen und Bewerber der jeweiligen Landesliste abgedruckt.

Reihenfolge der Wahlvorschläge

Die Reihenfolge auf dem Stimmzettel richtet sich zuerst nach dem Landesstimmenergebnis der letzten Landtagswahl. Die übrigen Wahlvorschläge schließen sich in alphabetischer Reihenfolge der Namen an. Die Reihenfolge der Wahlkreisbewerberinnen und – bewerber richtet sich nach der Reihenfolge der Landeslisten, wobei das Feld für den Kreiswahlvorschlag leer bleibt, wenn für die Partei oder Wählergruppe in dem Wahlkreis keine Wahlkreisbewerberin oder kein Wahlkreisbewerber antritt.

Farbmarkierungen

Innerhalb jedes Wahlkreises sind die Stimmzettel identisch. Zur besseren Unterscheidung von Stimmzetteln aus anderen Wahlkreisen sind die Stimmzettel mit einem farbigen Raster hinterlegt. Dies soll verhindern, dass versehentlich Stimmzettel aus einem anderen Wahlkreis benutzt werden.

Lochung

In der rechten oberen Ecke des Stimmzettels ist ein kleines Loch gestanzt. Dies ist eine Hilfestellung für blinde und sehbehinderte Wählerinnen und Wähler, die anhand dieser Markierung erkennen können, wie der Stimmzettel in eine besondere Wahlschablone einzulegen ist.

Stimmzettel für die repräsentative Wahlstatistik

In Wahlbezirken, die für die repräsentative Wahlstatistik ausgewählt sind, erhalten die Wahlberechtigten einen Stimmzettel der in der rechten oberen Ecke Aufdrucke enthält, mit deren Hilfe die Statistiker unter Wahrung des Wahlgeheimnisses das Geschlecht der Wählerinnen und Wähler sowie deren Zugehörigkeit zu einer Geburtsjahresgruppe erkennen können. Die Buchstaben A bis E stehen für Männer, F bis K für Frauen der verschiedenen Geburtsjahresgruppen. Zu jedem Buchstaben gibt es außerdem eine vollständige Erklärung; zum Beispiel; „A Mann, geboren 1984 bis 1990“ oder „K Frau geboren 1948 und früher“

Rechtsgrundlagen:
§ 27 Abs. 2 und § 28 Landtagswahlgesetz
§ 37 Landeswahlordnung

Siehe auch: Wahlkreisstimme, Landesstimme, Stimmzettelschablone und Wahlstatistik

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